Der Verein DOWAS für Frauen wurde 1984 in Innsbruck gegründet, um Frauen* und ihre Kinder in Notlagen und bei existentiellen Problemen zu unterstützen. Das Angebot der Sozialeinrichtung umfasst eine Beratungsstelle, betreute Wohnungen, die sozialpädagogische Wohngemeinschaft und den Kinderbereich. In Tirol ist das DOWAS für Frauen die einzige Einrichtung, die explizit mit wohnungslosen Frauen und ihren Kindern arbeitet und Wohn- und Unterstützungsmöglichkeit bietet.

Das DOWAS für Frauen unterstützt Frauen* mit und ohne Kinder, die in Not geraten sind. Es sind Frauen*, die durch eine persönliche Krise vorübergehend aus der Bahn geworfen wurden; Frauen*, die nur wenig verdienen und ihr Leben kaum bestreiten können; Frauen*, die in Trennung und Scheidung leben; Frauen*, die psychisch belastet sind; Frauen*, die krank sind; Frauen*, die nicht muttersprachlich deutsch sprechen; Frauen* die von Gewalt betroffen sind; Frauen* in prekären Wohnverhältnissen oder ohne Wohnung uvm. Wir bieten ganzheitliche Beratung, Begleitung und Wohnmöglichkeiten, damit Frauen* sich stabilisieren und wieder Perspektiven für eine gesunde und positive Zukunft entwickeln können. Alle Frauen* können sich auch ohne Termin während der Öffnungszeiten persönlich oder telefonisch an uns wenden – es ist uns wichtig, das Angebot so niederschwellig wie möglich zu halten.

Arbeiten in einem feministischen Verein bedeutet für die Mitarbeiterinnen* des DOWAS für Frauen sich für die Rechte der Frauen* einzusetzen und stark zu machen. Wir schaffen einen geschützten Rahmen in welchem sich Frauen* in Krisensituationen und in existentiellen Notlagen Unterstützung holen können. Dieser Raum von Frauen* für Frauen* ist auch deshalb ausgesprochen wichtig, weil wir wissen, dass die weibliche Wohnungslosigkeit zumeist unsichtbar, dh. verdeckt ist. Das bedeutet, dass wohnungslose Frauen* seltener als Männer* auf der Straße leben und damit nicht dem vermeintlichen Bild von Obdachlosigkeit entsprechen. Sich verdeckt zu halten und die eigene Krisensituation verstecken zu müssen, stellt für Frauen* eine zusätzliche Belastungssituation dar. Aus Angst, tatsächlich obdachlos zu werden, begeben sich Frauen* sehr oft in Abhängigkeitsverhältnisse, die nicht selten von Gewalt und sexueller Ausbeutung geprägt sind.

Beim aktuellen Aufruf aufgrund von Covid-19 zuhause zu bleiben wird viel zu oft vergessen, dass viele Menschen kein Zuhause haben. Soziale Einrichtungen wie das DOWAS für Frauen sind damit täglich konfrontiert. Die Forderungen nach leistbarem Wohnraum, gerade auch für Frauen* und Kinder, ist keine neue, doch die Corona-Krise macht noch einmal deutlicher, wie wesentlich sie ist!

Austausch und Zusammenarbeit in Frauen*Vernetzungen sehen wir als Mehrwert. Es sind die gemeinsamen Projekte, die mehr Öffentlichkeitswirksamkeit erzeugen, die mehr Resonanz schaffen und die kritische Diskurse anregen. Vernetzungen empfinden wir als Orte der Solidarität, des reflexiven Austauschs und der Wissensgenese.

Kontakt:
DOWAS für Frauen
Adamgasse 4/2
6020 Innsbruck
beratung@dowas-fuer-frauen.at
Tel.: 0043512562477
www.dowas-fuer-frauen.at